Skip to main content
Rohstoff- und Transithandel

Gründung einer Rohstoff- und Transithandelsgesellschaft in der Schweiz

Die Schweiz ist die unbestrittene Welthauptstadt des Rohstoffhandels. Mit Sitz vor allem in Genf, Zug und Lugano wickeln in der Schweiz ansässige Unternehmen etwa ein Drittel des weltweiten Transithandels mit Rohöl, Basismetallen und Agrarprodukten ab.

DER COMPLIANCE-LEITFADEN

Die regulatorischen Rahmenbedingungen haben sich erheblich verschärft.

Diese immense Konzentration von Vermögen wird durch ein einzigartiges Ökosystem aus spezialisierten Handelsfinanzierungsbanken, stabilen geopolitischen Verhältnissen und äußerst günstigen Unternehmenssteuersätzen begünstigt. Allerdings wurden die regulatorischen Rahmenbedingungen erheblich verschärft.

Mit dem Aufkommen von globale Sanktionen, strenge Gesetze zur Bekämpfung der Geldwäsche (AML) und die globale Mindeststeuer der OECDSchweizer Banken und Aufsichtsbehörden verlangen nun absolute Transparenz. Die Einrichtung eines Handelsdesks in der Schweiz erfordert heute Tiefgreifende wirtschaftliche Substanz und einwandfreie Unternehmensführung.

DER SCHWEIZER VORTEIL AG E

1. Der Schweizer Handelsvorteil

Der Kern des Schweizer Rohstoffsektors ist der „Transithandel“ (oder Merchanting). Ein Unternehmen mit Sitz in der Schweiz erwirbt Rohstoffe aus einem Förderland und verkauft sie an ein Verbraucherland, ohne dass die physischen Güter jemals Schweizer Boden berühren oder den Schweizer Zoll passieren.

  • Steuereffizienz

    Äußerst wettbewerbsfähige Körperschaftsteuersätze bei umfangreichen Handelsvolumina – Zug mit ca. 11,8 % und Genf bei ca. vierzehn Prozent — vollkommen legal, im Herzen Europas.

  • Devisenhandel und Absicherung

    Die Schweiz verfügt über eine einzigartige Infrastruktur für Mehrwährungsabrechnung und komplexe Finanzderivate, die zur Absicherung gegen Preisschwankungen eingesetzt werden.

  • Reputation

    Eine Rechnung, die von einem Schweizer AG genießt das höchste Maß an Vertrauen im globalen Handel und reduziert Reibungsverluste mit internationalen Käufern und Hafenbehörden erheblich.

Die Herausforderung im Bankwesen

2. Die Hürde der Handelsfinanzierung und des Bankwesens

Ohne Hebelwirkung und Liquidität ist der Handel mit Rohstoffen nicht möglich. Schweizer Banken sind weltweit führend im Bereich Handelsfinanzierung – sie stellen Akkreditive aus, wickeln Dokumenteninkassi ab und gewähren revolvierende Kreditfazilitäten.

Die Eröffnung eines Schweizer Bankkontos für Handelsfinanzierungen stellt jedoch die größte Herausforderung für ein neues Handelsunternehmen dar.

Strenge Prüfung der Einhaltung von Vorschriften

Da der Rohstoffhandel mit umfangreichen, grenzüberschreitenden Finanzströmen aus Hochrisikoländern verbunden ist, haben Schweizer Banken erhebliche Bedenken, dies zu ermöglichen. illegale Finanzströme, Korruption oder Verstöße gegen SanktionenUm die anspruchsvollen KYC/KYT-Onboarding-Anforderungen der Banken zu erfüllen, ist eine umfassende Kenntnis der lokalen Gegebenheiten erforderlich.

Was Banken benötigen

  • Aktive lokale Regierungsführung

    Sollte Ihr in der Schweiz ansässiger Geschäftsführer lediglich eine passive „Stellvertreter”-Unterschrift sein, der Ihre Lieferkette, Versandwege und Absicherungsstrategie nicht zuverlässig erläutern kann, wird die Bank Ihren Antrag umgehend ablehnen.

  • Einhaltung von Sanktionen

    Ihre Unternehmensstruktur muss nachweisen, dass sie über die administrativen Kapazitäten verfügt, um alle Geschäftspartner und Schiffe anhand globaler Sanktionslisten (OFAC, SECO, EU) zu überprüfen.

  • Transparente Rechnungslegung

    Die Bank verlangt eine fehlerfreie, den Schweizer Vorschriften entsprechende doppelte Buchführung, die Ihre physischen Handelsgeschäfte genau mit Ihren Finanzderivaten (Mark-to-Market) abstimmt.

GLOBALE STEUERLANDSCHAFT

3. Die Realität der OECD-Mindeststeuer (Säule Zwei)

Die globale Steuerlandschaft hat sich mit der Einführung der globalen Mindeststeuer von 15 % durch die OECD (Säule Zwei) verändert. Die Auswirkungen hängen vollständig vom Umfang Ihrer Handelsaktivitäten ab.

  • Großhändler

    Konsolidierter Umsatz > 750 Millionen Euro

    Unternehmen mit einem weltweiten konsolidierten Umsatz von mehr als 750 Millionen Euro werden auf den Betrag von 15-Prozent-SatzDa die Schweiz jedoch weiterhin sehr stabil ist und zuverlässige rechtliche Rahmenbedingungen bietet, ziehen große Händler nicht weg – sie verlagern lediglich Konsolidierung der operativen Substanz in der Schweiz, um die 15 % zu rechtfertigen.

  • Mittelständische Händler

    Umsatz unterhalb der Schwelle von 750 Millionen Euro

    Handelsunternehmen mit einem Umsatz unterhalb der Schwelle von 750 Millionen Euro bleiben völlig unbeeindruckt von Pillar Two. Sie profitieren weiterhin von Zugs Basislinie. Steuersatz von 11,8 %, wodurch die Schweiz für agile mittelständische Handelsunternehmen attraktiver denn je wird.

BETRIEBLICHE REALITÄT

Warum eine fragmentierte Verwaltung den globalen Handel behindert

Im Rohstoffhandel ist Zeit buchstäblich Geld. Eine verspätete Akkreditivausstellung oder ein gesperrtes Bankkonto kann dazu führen, dass ein Frachtschiff ungenutzt im Hafen verbleibt und erhebliche Liegegebühren anfallen.

  • Ein Buchhalter auf Stundenbasis Wer nicht auf den Handel spezialisiert ist, wird Ihre komplexen Absicherungsinstrumente und Devisenswaps nicht ordnungsgemäß verbuchen, was eine Prüfung nach sich ziehen kann.

  • Ein kostengünstiger Domizil-Anbieter kann die Weiterleitung wichtiger rechtlicher Mitteilungen verzögern, was dazu führen kann, dass Sie Zoll- oder Compliance-Fristen versäumen.

  • Ein passiver „Nominee“-Direktor wird völlig nutzlos sein, wenn eine Schweizer Bank eine eingehende Überweisung in Höhe von 10 Millionen Dollar einfriert und ein sofortiges persönliches Compliance-Gespräch verlangt, um die Gelder freizugeben.

Kapital und Rohstoffe sind stets in Bewegung

Ein einheitliches, integriertes Schweizer Verwaltungsteam stellt sicher, dass Ihre Unternehmensführung, Handelsbuchhaltungund Bank-Compliance arbeiten in perfekter Synchronisation – damit Ihr Kapital und Ihre Rohstoffe stets in Bewegung bleiben.

BEGINNEN SIE JETZT

Bitte vereinbaren Sie einen Termin für eine Informationsveranstaltung zu Handelsstrukturierung und Compliance.

Richten Sie Ihren Rohstoffhandelssitz in der Schweiz unter vollständiger Einhaltung der Vorschriften ein. Unser Team bietet Handelsunternehmen umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Governance, Handelsbuchhaltung, Bankonboarding und Substanz-Compliance.

+41 76 244 00 70 info@swissincorporated.com Grafenaustrasse 11, 6300 Zug
Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen

Ist es erforderlich, dass die physischen Waren jemals in die Schweiz eingeführt werden?
Nein. Der überwiegende Teil des Schweizer Rohstoffhandels ist „Transithandel“. Das Schweizer Unternehmen erwirbt die Waren (z. B. Kupfer in Chile) und verkauft sie direkt an den Käufer (z. B. einen Hersteller in China). Die physischen Waren werden direkt zwischen diesen Ländern transportiert, während die Finanztransaktion und die Rechnungsstellung sauber über das Schweizer Unternehmen abgewickelt werden.
Gibt es in der Schweiz spezielle Steuern für den Transithandel?
Nein. Die Schweiz erhebt keine spezifischen „Warensteuern“. Der Nettogewinn aus der Handelstätigkeit unterliegt den üblichen, äußerst wettbewerbsfähigen ordentlichen Unternehmenssteuersätzen des Kantons, in dem das Unternehmen seinen Sitz hat (z. B. Zug mit ~11,8 %).
Darf ich ein Schweizer Bankkonto eröffnen, wenn ich Rohstoffe aus Afrika oder dem Nahen Osten beziehe?
Ja, jedoch ist der Aufwand zur Einhaltung der Vorschriften erheblich. Schweizer Banken verlangen umfassende Unterlagen, die die Herkunft der Waren und die wirtschaftlichen Eigentümer der Minen/Farmen belegen, sowie die strikte Einhaltung internationaler Richtlinien zur Korruptionsbekämpfung. Sie benötigen einen aktiven, hochkompetenten Resident Director vor Ort, um diese Bankbeziehung zu verwalten.
Muss ich umgehend ein umfangreiches lokales Handelsteam einstellen?
Nicht unbedingt. Sie müssen zwar wirtschaftliche Substanz und lokale Kontrolle nachweisen (was unsere aktiven Resident Directors übernehmen), jedoch lagern viele ausländische Gründer zunächst ihre Backoffice-Verwaltung und Buchhaltung an uns aus und stocken ihre Mitarbeiterzahl vor Ort nur dann auf, wenn ihr Handelsvolumen dies erfordert.